Blog Artikel Nr 10 – 14.02.2025

Der erste Text des Jahres,

Ist es denn die Möglichkeit? Wir haben schon Mitte Februar und ich schreibe jetzt erst den ersten Text des Jahres. Ja. So kann es kommen, wenn man seine Ansprüche zu hoch schraubt. Er muss was Besonderes sein. Er muss Witz enthalten und eine möglichst wortgewandte Zusammenfassung von den Ereignissen der letzten Zeit. Wortwitz wäre auch nicht schlecht und ganz klar sollte er nicht langweilig sein.

Seit Wochen nun sträube ich mich davor, auch nur ein Wort zu Papier zu bringen. Immer kommt irgendwas dazwischen. Irgendwas ist immer wichtiger: Weihnachten, Neujahr, der Geburtstag meines Mannes, der Geburtstag meines Patenkindes, Karneval steht vor der Tür und schwups, schon haben wir Valentinstag und ich habe tatsächlich noch nicht ein Wort geschrieben.

„Das nennt man Ausschieberitis.“ – na? Schon mal gehört? Will man etwas elitärer klingen, sagt man „Prokrastination“. Klingt schon viel professioneller, richtig? Aber warum gibt es das eigentlich? Diese Aufschieberitis? Es gibt so viele Erklärungsversuche im Netz, dass ich sie hier gar nicht alle zitieren kann. Und obwohl ich mich absolut nicht anmaße, DIE ultimative Erklärung gefunden zu haben, versuche ich jetzt einfach mal, zu beschreiben, wie es bei mir war/ist:

Jeder kennt das: Man kommt sich faul vor, unzulänglich oder nicht bereit eine Sache anzugehen. Aber woran liegt das? Ist es ein fehlendes Selbstbewusstsein? Sind andere Dinge tatsächlich erst einmal wichtiger? Das Gewissen erdrückt einen förmlich, bis mal gar nicht mehr anders kann, als diese eine Sache in Angriff zu nehmen, die man sich schon vor Wochen vorgenommen hat. Fakt ist, dass ich ohne Zeitlimit … genau das: Ohne Zeitlimit bin. Es gibt keine Deadline für diesen Block. Ich weiß, dass ich die Geduld meiner Leser auf eine harte Probe stelle, wenn ich sonst so regelmäßig poste und dann kommt wieder lange Zeit gar nichts. Das Zeitlimit muss ich mir tatsächlich selbst setzen. Und hier kommt die Selbstdisziplin ins Spiel. Ich habe es in einem meiner früheren Posts mal beschrieben: Den inneren Schweinehund überwinden und einfach mal drauflosschreiben. Der Post bekam gemischtes Feedback. Viele schrieben mir, dass es ihnen genauso erginge und sie erleichtert sind, dass sie nicht alleine damit sind. Andere wollten davon nichts wissen und waren der Meinung, dass man immer auch den „Kunden“ verpflichtet ist. Das kann nun jeder sehen, wie er das möchte. Und ich habe in meinen nun fast 42 Jahren gelernt, dass man effektiver ist, wenn man sich nicht immer so einen Stress macht.

Kommen wir nun zu dem, was die meisten interessieren wird: Wie geht es mit dem bunten Fuchs weiter in 2025?

Ich darf euch sagen, dass ich dieses Jahr sowohl auf dem Bauernmarkt Gerderhahn, als auch beim Weihnachtsdorf dabei sein werde. Zurzeit entsteht der Rohentwurf meines nächsten „kleinen roten Spielzeugautos“ und der erste Teil meiner Romanreihe „IOTA“ ist endlich reif für das Korrektorat. Dafür habe ich wieder meine liebe Lektorin Hanna Rasch angehauen. Sie wird das Manuskript in der kommenden Woche von mir bekommen. Dass sich das jetzt so lange hingezogen hat wiegt daran, dass ich nach einer letzten Testleserwelle noch einmal an die Grundstruktur herangegangen bin und es noch einmal ein wenig umgeschrieben habe. Aber jetzt bin ich wirklich sehr zufrieden damit. Außerdem habe ich bei einigen Ausschreibungen mitgemacht. Hier ging es um Kurzgeschichten. Wenn dabei nichts herauskommt, auch gut. Aber man darf es ja mal versuchen. Und wenn sie nicht in die engere Auswahl kommen, dann kommt ihr hier bei mir auf der Website in den Genuss, sie trotzdem lesen zu können. Dafür muss ich aber das Ende der Ausschreibungen abwarten.

Es wird also spannend in diesem Jahr. Ich hoffe, ihr haltet mir nach wie vor die Treue.

Bis zum nächsten Mal

Eure Anne